Du kennst sicherlich Bilder, in denen die Sonne als Stern abgebildet ist und du die Sonnenstrahlen sehen kannst[cite: 1]. Nachts entstehen solche Sterne um Straßenlaternen und andere Lichtquellen[cite: 1]. Ich mag diesen Effekt sehr und setze ihn oft ein, um Bildern eine besondere Dynamik zu verleihen[cite: 1]. Heute erkläre ich dir, wie du solch einen Stern erzeugst[cite: 1].
Wodurch entsteht dieser Effekt?
Die fachlich richtige Bezeichnung ist eigentlich Blendenstern, denn die Blende ist verantwortlich für diesen Effekt[cite: 1]. Die Blende deiner Kamera besteht aus beweglichen Lamellen[cite: 1]. Bei einer offenen Blende sind die Lamellen weit auseinander, wodurch viel Licht einfallen kann[cite: 1]. Schließt du die Blende hingegen, fahren die Lamellen dicht zusammen, was die Lichtmenge reduziert[cite: 1].
Wenn du die Blende so weit schließt, dass nur eine winzige Öffnung bleibt (erkennbar an einer großen Blendenzahl), beugt sich das Licht um die Kanten der Blendenlamellen[cite: 1]. Dieser physikalische Effekt führt zum Blendenstern, verursacht aber ab einem gewissen Punkt auch die sogenannte Beugungsunschärfe[cite: 1].
Wichtiger Hinweis: Das funktioniert nur mit einer Lamellenblende, weil diese kein perfektes Rund, sondern ein Polygon bildet[cite: 1]. Mit einer absolut kreisrunden Blendenöffnung würdest du diesen Sterneneffekt nicht erhalten[cite: 1].
- Bei einer geraden Anzahl an Lamellen entspricht die Anzahl der Strahlen exakt der Anzahl der Lamellen, da sich gegenüberliegende Strahlen überlagern[cite: 1].
- Bei einer ungeraden Anzahl an Lamellen erhältst du am Ende doppelt so viele Strahlen wie Lamellen vorhanden sind[cite: 1].
Die wichtigsten Regeln für den perfekten Stern
- Je weiter du die Blende schließt, desto stärker ist die Beugung des Lichts und desto deutlicher treten die Strahlen hervor[cite: 1].
- Blendensterne entstehen nur um punktförmige und kontrastreiche Lichtquellen[cite: 1].
- Nutze typische Einstellungen zwischen f/11 und f/22 für optimale Ergebnisse[cite: 1].
Beispiele aus der Praxis